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Leben in Frankreich – 10 interessante Fakten

Hier erfährst du 10 interessante Fakten über das Leben in Frankreich und Unterschiede zum Leben in Deutschland. Sie geben dir einen groben Einblick in das Land, nimm es also nicht allzu ernst.

1. Straßenverkehr

Es gibt keinen einfacheren Weg, sich als Deutscher zu outen, als in Frankreich an der roten Ampel zu warten. Der Deutsche wartet meist brav bis zur letzten Sekunde, auch wenn kein Auto in Sicht ist. Der Franzose hingegen nutzt die Gelegenheit, die Straße zu überqueren während er sich fragt, worauf der Deutsche so geduldig wartet. Geht es ihm gut? Zählt er die vorbeifahrenden Autos? Oder bewundert er die neue Straßenrandbepflanzung?

2. Döner

Schon deutschlandweit variiert die Beschaffenheit des Döners stark. Trotzdem lassen sich einige Unterschiede zur façon française ausmachen. Der „Kebab“ wird meistens in einem Paninibrot serviert, wobei auch immer die Galette-Variante angeboten wird, bei dem der Inhalt, einem Dürüm ähnlich, in einen Crêpe eingerollt wird. Mit viel Fleisch und einem Hauch Salat wird der Döner üblicherweise mit Pommes Frites als Beilage verkauft. Aus einer Vielzahl von Saucen sucht man sich in der Regel eine aus, welche dann auch zu den Pommes Frites gereicht wird. Satt wird man, durch die Beilage auf jeden Fall. Man sieht auch des öfteren, dass die Pommes zusammen mit dem Fleisch ins Brot gesteckt werden. Eine für mich eher kühne Vorstellung.

3. Zigarettenkonsum

Auch wenn man für Zigaretten in Frankreich fast doppelt so viel auf den Tisch legen muss, wie in Deutschland, rauchen gefühlte 75 % der 16-30-jährigen regelmäßig. Häufig wird man von Fremden nach Feuer gefragt, was gerade in Bars oder Cafés der Anfang einer interessanten Unterhaltung sein kann (egal ob man nun mitraucht oder nicht).

4. Bahn fahren

Bahnfahren in Frankreich beschert dir eine schöne Gelegenheit die spektakulären Landschaften, die die französischen Regionen zu bieten haben, in Ruhe bewundern zu können. Diese können je nach Lage stark variieren, sind aber immer ein Genuss fürs Auge.

Wenn man sich in Frankreich noch nicht auskennt, kann eine Zugreise allerdings schnell zum Abenteuer werden. Schon bei der Buchung, solltest du auf die vorgeschlagene Verbindung achten. Da das französische Streckensystem sehr zentralisiert ist, laufen alle wichtigen Routen über Paris. Ja, auch, wenn man dann mal 100 km Umweg macht und einen gepflegten ZickZackkurs beschreibt. Deshalb solltest du deine Verbindung genau checken und nach alternativen Routen suchen.

5. Bürokratie

In meiner Zeit in Frankreich habe ich die deutsche Bürokratie schätzen gelernt. Es dauerte ganze 4 Monate, bis ich krankenversichert war. Auf meinen Führerschein, den ich vor Ort machte, wartete ich ganze 12 Monate nach der Prüfung, ja du ließt richtig.  Also beschwer dich nie über den deutschen Verwaltungsapparat, denn es gibt viel Schlimmere. Und mach es wie ich und lerne geduldig zu sein ;D.

6. Soldaten an öffentlichen Orten

An französischen Bahnhöfen oder Flughäfen kann es passieren, dass man unvermittelt einer Gruppe, mit Sturmgewehren bewaffneter Soldaten begegnet. Wenn man das nicht gewohnt ist, können die einem einen mächtigen Schrecken einjagen. Am Ende ist es aber Alltag und dient dazu, einen Eindruck von Sicherheit zu gewähren (Übrigens hab ich das schon vor den Terroranschlägen beobachtet).

7. Esskultur

Eine Seite der französischen Kultur finde ich schon immer bewundernswert. Und zwar rede ich von der ausgeprägten Esskultur. Während dem Frühstück nur wenig Aufmerksamkeit zukommt, werden Mittag und Abendessen hoch in Ehren gehalten. Die meisten Kantinen bieten dreigängige Menüs zum Mittag an, Käse, Brot und Café inklusive. Zum Abend stehen in französischen Haushalten oft auch drei Gänge auf der Tagesordnung. Da das „dinner“ quasi heilig ist wird auch großen Wert darauf gelegt, gemeinsam am Tisch zu sitzen und sich über alles Mögliche zu unterhalten.

8. Öffnungszeiten

Worüber sich deutsche Touristen häufig aufregen sind die Öffnungszeiten der französischen Geschäfte. Da will man mal schnell zum Bäcker und muss schon wieder vor der geschlossenen Türe halt machen. Wer sich ein wenig schlau macht, erfährt schnell, dass der Großteil der kleinen Geschäfte von c.a. 12.00-13.30 Uhr Pause macht. Wer sich also nicht umsonst auf den Weg machen möchte, sollte sich dieses Zeitfenster merken. Supermärkte oder Ketten sind in der Regel trotzdem geöffnet.

9. Supermärkte

Frankreich ist zu Recht stolz auf seine Lebensmittelproduktion. Und das spiegelt sich in den französischen Supermärkten wieder, in denen ich mich schön des Öfteren verlaufen habe. Zu jeder Ware gibt es eine riesen Auswahl an Produkten. Beispielsweise darf man in sehr großen (und alle sind eigentlich groß) Märkten Regale mit 12 verschiedenen Buttermarken bewundern. Es geht von salziger über sehr salzige Butter hin zur Naturbutter, wobei jedes Mal noch eine fett reduzierte oder Bio-Variante angeboten wird. Blind zugreifend versucht der Tourist dem Butterdjungle zu entfliehen, um im nächsten Moment in die Fänge der Käseabteilung zu geraten. Allerdings kann man so Produkte finden, die man in deutschen Supermärkten stark vermisst.

10. Bier

Der Franzose wird gemeinhin als Weintrinker beschrieben. Was weniger bekannt ist, ist, dass vor allem die jungen Leute sehr gern Bier trinken. Auf jeder Party, auf der ich war, wurde es mit Freuden konsumiert. Allerdings kommt für Franzosen das beste Bier aus Belgien. Belgien wird noch vor Deutschland mit dem Getränk assoziiert. Darum werden überall neben ein paar niederländischen oder deutschen Marken fast ausschließlich belgische Biere angeboten. Interessant ist auch, dass das flüssige Gold in 0,25 Liter kleinen Flaschen verkauft wird und deshalb gerne auch in 30er Packungen erwerbbar ist.