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Motivation finden – Lernen mit vollem Elan

Du willst schnell und erfolgreich französisch lernen ? Mit diesen praktischen Tipps wirst du deine Motivation finden, um ordentlich durchzustarten.

Das Warum ist elementar wichtig

Warum willst du Französisch lernen? Was willst du damit machen? Wo willst du hin?

Das alles sind Fragen, die deinen Lernerfolg massiv mitbestimmen.

Wenn du nicht weist warum du eine Sprache lernen willst, wirst du nie wirklich groß etwas dafür tun und sie nie wirklich ganz lernen. Wenn du hingegen einen Grund hast, hast du einen inneren Antrieb, der dich 10 mal schneller zum Ziel bringt.

Deine Motivation bestimmt die Zeit, die du brauchst um die Sprache zu lernen sowie den Grad der Tiefe wie auch die Art und Weise des Lernens. Mit einem starken inneren Drang wirst du mehr Spaß haben als wenn du dich dazu zwingen musst.
Folglich musst du unbedingt deine Motivation finden!

Motivation finden

Doch wo fängt man da an? Versuche dich zu entspannen und nicht zu stark in irgendwelchen Kategorien zu denken. Erinnere dich an den Moment, an dem du dich entschieden hast Französisch lernen zu wollen. Irgendwann hast du das wahrscheinlich, sonst wärst du nicht hier.

Stelle dir vor, welche Möglichkeiten sich dir eröffnen, wenn du perfekt französisch könntest. Was würdest du dann tun?

Nimm dir einen Stift und ein Blatt und schreibe einfach auf, was dir in den Kopf kommt. Lass deine Hand einfach alles aufschreiben. Mach das eine halbe Stunde lange und fasse deine Hauptgedanken später zusammen.

Unterschätze diese Übung nicht, denn sie ist wirklich hilfreich, da du durch das Aufschreiben an Informationen aus deinem Unterbewusstsein herankommst, auf die du durch einfaches Nachdenken nicht kommen würdest.

Meine Motivation

Vielleicht kann ich dich ja anhand meines Beispiels inspirieren, deine Motivation zu finden. Ich habe mich in der 7. Klasse dafür entschieden Französisch als 2. Fremdsprache zu wählen, weil ich oft in Frankreich im Urlaub war mit meinen Eltern und ich dadurch schon ein paar Wörter kannte. Außerdem faszinierte mich schon immer der elegante, stilvolle, weiche Klang der Sprache.

Ich gebe zu damals machte ich mir noch keine großen Gedanken, was ich später mal damit anfangen würde.  In der Oberstufe wählte ich Französisch als Leistungskurs und entschied mich nach dem Abitur, für einen 10monatigen Freiwilligendienst in Frankreich.

Das war wohl die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Ich lernte Französisch immer besser kennen und interessierte mich immer mehr für Umgangssprache, Redewendungen und richtige Aussprache. Ich wollte immer besser werden und mein Ziel war es irgendwann so gut zu sprechen, dass ich als gebürtiger Franzose durchgehe.

Jeden Tag lernte ich 30 Vokabeln und fragte alle möglichen Leute nach Grammatik, Intonation, Vokabeln oder Aussprache.
Da ich mit 3 Franzosen in einer WG wohnte war ich voll in der Sprache drin, ich sprach so gut wie nie deutsch und englisch noch weniger.

Motiviert hat mich auch der Gedanke daran, die Leute zu beeindrucken und zum Lachen zu bringen durch die vielen Worte und Ausdrücke die ich drauf habe. Ich will den Leuten zeigen, dass ich ihre Sprache sau gut beherrsche und mich sehr dafür interessiere. Des weiteren reizt es mich einfach Bücher in anderen Sprachen lesen zu können, denn es eröffnet mir einen viel größeren Wissensbereich, den ich mir aneignen kann. Französische Literatur möchte ich im Original lesen und nicht übersetzt.

So, jetzt habe ich dir meine Motivation beschrieben. Das heißt nicht, dass du genauso hohe Ziele haben musst. Jeder hat andere Beweggründe. Vielleicht willst du einfach nur eine gute Note in der nächsten Klausur schreiben oder einen Lehrer/Dozenten beeindrucken. Oder du willst dich auf deinen nächsten Urlaub vorbereiten und dich dafür gut vorbereiten. Hast du vor im Ausland zu arbeiten oder willst du einfach im Urlaub ein paar Bräute abschleppen? Alles kann ein Beweggrund sein, wenn es dich antreibt und ordentlich in Aktion bringt.

Wende diese Tipps an und du wirst deine Motivation finden und richtig loslegen.

Französisch lernen in Frankreich – 5 kostenlose Tipps für maximalen Lernerfolg

Französisch lernen in Frankreich – die beste Weg französisch zu lernen

In diesem Artikel gebe ich dir wichtige Tipps für deinen Auslandsaufenthalt. Wende sie an und du wirst den optimalen Lernerfolg erzielen. Nur wenige Leute nutzen wirklich das Potenzial, dass in einem längeren Aufenthalt im Land der Zielsprache steckt und setzen alle Hebel in Bewegung, um maximal viel zu lernen. Sei einer von ihnen, indem du diese fundamentalen Grundaspekte verinnerlichst.

Ob Urlaub, Austauschprogramm, Studium, Gapyear oder Praktikum – profitiere von den einmaligen Möglichkeiten, die dir ein Auslandsaufenthalt bietet. Nirgendwo sonst kannst du so unfassbar viel über Kultur, Lebensweisen und vor allem die Sprache lernen wie im Land selbst. Mach die Augen auf und nutze jede Gelegenheit etwas zu lernen, sauge die Sprache förmlich auf!

Das gilt für Französisch wie für jede andere Sprache.

1. Umgebe dich mit Muttersprachlern!

Verbringe so viel Zeit wie möglich mit ihnen. Das ist wirklich essenziell. Wenn du noch niemanden kennst, lerne welche kennen. Es ist von unschätzbarem Wert, denn sie sind die besten Lehrer, die du dir vorstellen kannst. Sie beherrschen die Sprache perfekt, wodurch du dir ganz einfach Redensarten, Aussprache, Melodie und Intonation abgucken kannst.

Sie freuen sich immer, wenn du versuchst mit ihnen auf Französisch zu reden. Hab bloß keine Angst vor Fehlern beim Sprechen. Außerdem bist du dadurch gezwungen, spontan zu reden, zu reagieren und französisch zu denken.

Viele Leute machen den Fehler, dass sie sich nur mit Landsmännern oder auf englisch unterhalten, weil es einfach einfacher ist. Mache diesen Fehler nicht und umgebe dich bewusst mit Muttersprachlern.

Geh lieber in eine Gastfamilie oder such dir eine französische WG anstatt mit Deutschen oder Amerikanern zusammenzuziehen oder sich in einem internationalen Wohnheim einzuquartieren. Halte small talk mit dem Taxifahrer. Such dir einen Sportverein, oder mach einen Tanzkurs. Lass dir von der Mitarbeiterin im Supermarkt etwas empfehlen. Frage den Kellner im Restaurant nach typischen Gerichten. Flirte mit der Barfrau oder was auch immer, nur rede unbedingt so viel wie möglich mit Muttersprachlern. Nochmal: Rede so viel wie möglich mit Muttersprachlern! Das kannst du nur, wenn du dort bist.

Ich hatte zur Zeit meines Freiwilligendienstes in Frankreich das Glück in einer WG mit französischen Mitbewohnern wohnen zu können. Dies war wohl der größte Faktor für meinen Lernerfolg. Dadurch war ich nämlich gezwungen, rund um die Uhr, von früh bis spät auf französisch zu kommunizieren. Wenn ich ein Problem hatte, schilderte ich es auf französisch. Wenn ich etwas erzählte, auf Französisch. Ich habe während dieses Jahres kaum eine andere Sprache gesprochen. Mein Kopf hatte keine Wahl. Er musste anfangen auf französisch zu denken.

Gespräche mit Muttersprachlern sind auch deshalb so wichtig, weil man dadurch einen sehr tiefen Einblick in die französische Kultur, Lebensweise, in Einstellungen, Werte und Gewohnheiten etc. bekommt.

2. Sei aufmerksam und beobachte!

Richte deinen Fokus auf alles in deiner Umwelt, dass mit Französisch zu tun hat. Schau dir jedes verdammte Werbeplakat an und lies es dir durch. Kauf dir eine Zeitung. Achte auf die Bahnhofsansagen, geh ins Kino, schalte den Fernseher ein und gucke dir französische Filme, Dokus oder Nachrichten an. Mach das Radio an und achte auf die französische Musik.

Höre den Menschen in der Metro beim Sprechen zu. Lies dir den Werbeflyer durch, den dir der Typ auf der Straße in die Hand gedrückt hat. Studiere die Speisekarte im Restaurant und, und, und…

Sei einfach aufmerksam und sauge alles wie ein Schwamm auf. Lass dich nicht entmutigen, wenn du nichts davon verstehst. Du lernst sehr viel unterbewusst über Aussprache, Schreibweise von Wörtern, Tonfall der Leute und so weiter.

Auch wenn du das Gefühl hast nichts zu kapieren, lernst du schon unheimlich viel. Sei dir dessen bewusst und du wirst Tag für Tag mehr verstehen.

Wenn du dir die Muttersprachler zu dir nach hause holen willst, schau dir ein paar unterhaltsame Videos auf YouTube an und gewöhne dich schon mal an die französische Sprechweise. Ich habe hier alle guten französischen YouTube-Kanäle für dich zusammengesucht und gegliedert.

3. Lerne Vokabeln!

Versuche, so viele neue Wörter wie möglich aufzuschreiben und zu übersetzen. Kauf dir einfach ein kleines handliches Notizbuch und trage, dort alles ein, was du gerade aufschreiben kannst.

Durch neue Vokabeln kommst du am schnellsten zum besseren Verständnis der Sprache und das gibt dir eine Menge Selbstvertrauen. Stelle Grammatik und Rechtschreibung fürs erste hinten an und konzentriere dich auf die neuen Wörter. Sie sind deine Wegweiser, ohne die du nur blind umherirrst. Lerne diese neuen Wörter und du wirst sie auf ein mal überall wiederfinden und dir denken: cool das verstehe ich, das habe ich gerade erst gelernt.

Es erweitert außerdem deine Möglichkeiten dich auszudrücken um ein Vielfaches. Ich habe mir dadurch einen Wortschatz (ein Buch) gekauft und habe jeden Tag eine Seite (c.a. 30 Vokabeln) daraus gelernt.

Dafür wendete ich eine bestimmte Methode an, um diese Wörter schnell zu lernen und trotzdem zu behalten.

Schon bald tauchten diese Vokabeln in Gesprächen auf oder ich las sie irgendwo und sie festigten sich endgültig in meinem Gedächtnis.

Der Vorteil im Ausland ist auch, dass du schnell lernen wirst, welche Vokabeln wann und wie oft und in welchem Sprachstil verwendet werden. Dein Sprachgefühl wird stark trainiert.

4. Stelle viele Fragen!

Du bist schon mal hier, also nutze die Chance und frage alle möglichen Leute Dinge über bestimmte Wörter, Redewendungen, Schreibweisen oder Aussprache. Sie werden dir alle auf die meisten Fragen antworten können.

Frage auch nach Kultur, Rezepten etc.. Lass dir gute Filme, Lieder, Künstler, Bücher, Orte oder Veranstaltungen empfehlen. Diese Möglichkeiten hast du nun mal nur, wenn du im Land selbst bist. Nirgends anders kommst du so einfach, schnell und gratis an so viel Wissen heran. Die Franzosen werden dein Interesse zu schätzen wissen und dir mit Freude etwas über ihr Land erzählen.

5. Geh auf Reisen!

Durchs Reisen kriegst du einen Überblick über das Land. Du lernst neue Leute kennen und erfährst Interessantes über die kulturellen Eigenheiten und Unterschiede, die Frankreichs Regionen zu bieten haben. Außerdem wirst du merken, dass auch das Französisch von Ort zu Ort variiert. Du lernst die unterschiedlichen Dialekte kennen, was mich immer auch sehr interessiert hat.

Hinzu kommt, dass du mit der Zeit alle relevanten Wörter aus dem Bereich Reisen und Transportmittel beherrschen wirst und außerdem macht es auch einfach mal verdammt Spaß.

Alles auf einen Blick

Wenn du also den optimalen Lernerfolg aus deinem Aufenthalt in Frankreich erzielen willst, befolge diese 5 Punkte. Du wirst nichts bereuen, wenn du das alles umgesetzt hast. Also hier noch mal zum Hinterdieohrenschreiben:

  • Umgebe dich mit Muttersprachlern!
  • Sei aufmerksam und beobachte!
  • Lern Vokabeln!
  • Stelle viele Fragen!
  • Geh auf Reisen!

Wenn du noch keinen Auslandsaufenthalt absolviert hast, plane einen. Es ist mit großem Abstand der beste Weg deine Zielsprache zu lernen.

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Leben in Frankreich – 10 interessante Fakten

Hier erfährst du 10 interessante Fakten über das Leben in Frankreich und Unterschiede zum Leben in Deutschland. Sie geben dir einen groben Einblick in das Land, nimm es also nicht allzu ernst.

1. Straßenverkehr

Es gibt keinen einfacheren Weg, sich als Deutscher zu outen, als in Frankreich an der roten Ampel zu warten. Der Deutsche wartet meist brav bis zur letzten Sekunde, auch wenn kein Auto in Sicht ist. Der Franzose hingegen nutzt die Gelegenheit, die Straße zu überqueren während er sich fragt, worauf der Deutsche so geduldig wartet. Geht es ihm gut? Zählt er die vorbeifahrenden Autos? Oder bewundert er die neue Straßenrandbepflanzung?

2. Döner

Schon deutschlandweit variiert die Beschaffenheit des Döners stark. Trotzdem lassen sich einige Unterschiede zur façon française ausmachen. Der „Kebab“ wird meistens in einem Paninibrot serviert, wobei auch immer die Galette-Variante angeboten wird, bei dem der Inhalt, einem Dürüm ähnlich, in einen Crêpe eingerollt wird. Mit viel Fleisch und einem Hauch Salat wird der Döner üblicherweise mit Pommes Frites als Beilage verkauft. Aus einer Vielzahl von Saucen sucht man sich in der Regel eine aus, welche dann auch zu den Pommes Frites gereicht wird. Satt wird man, durch die Beilage auf jeden Fall. Man sieht auch des öfteren, dass die Pommes zusammen mit dem Fleisch ins Brot gesteckt werden. Eine für mich eher kühne Vorstellung.

3. Zigarettenkonsum

Auch wenn man für Zigaretten in Frankreich fast doppelt so viel auf den Tisch legen muss, wie in Deutschland, rauchen gefühlte 75 % der 16-30-jährigen regelmäßig. Häufig wird man von Fremden nach Feuer gefragt, was gerade in Bars oder Cafés der Anfang einer interessanten Unterhaltung sein kann (egal ob man nun mitraucht oder nicht).

4. Bahn fahren

Bahnfahren in Frankreich beschert dir eine schöne Gelegenheit die spektakulären Landschaften, die die französischen Regionen zu bieten haben, in Ruhe bewundern zu können. Diese können je nach Lage stark variieren, sind aber immer ein Genuss fürs Auge.

Wenn man sich in Frankreich noch nicht auskennt, kann eine Zugreise allerdings schnell zum Abenteuer werden. Schon bei der Buchung, solltest du auf die vorgeschlagene Verbindung achten. Da das französische Streckensystem sehr zentralisiert ist, laufen alle wichtigen Routen über Paris. Ja, auch, wenn man dann mal 100 km Umweg macht und einen gepflegten ZickZackkurs beschreibt. Deshalb solltest du deine Verbindung genau checken und nach alternativen Routen suchen.

5. Bürokratie

In meiner Zeit in Frankreich habe ich die deutsche Bürokratie schätzen gelernt. Es dauerte ganze 4 Monate, bis ich krankenversichert war. Auf meinen Führerschein, den ich vor Ort machte, wartete ich ganze 12 Monate nach der Prüfung, ja du ließt richtig.  Also beschwer dich nie über den deutschen Verwaltungsapparat, denn es gibt viel Schlimmere. Und mach es wie ich und lerne geduldig zu sein ;D.

6. Soldaten an öffentlichen Orten

An französischen Bahnhöfen oder Flughäfen kann es passieren, dass man unvermittelt einer Gruppe, mit Sturmgewehren bewaffneter Soldaten begegnet. Wenn man das nicht gewohnt ist, können die einem einen mächtigen Schrecken einjagen. Am Ende ist es aber Alltag und dient dazu, einen Eindruck von Sicherheit zu gewähren (Übrigens hab ich das schon vor den Terroranschlägen beobachtet).

7. Esskultur

Eine Seite der französischen Kultur finde ich schon immer bewundernswert. Und zwar rede ich von der ausgeprägten Esskultur. Während dem Frühstück nur wenig Aufmerksamkeit zukommt, werden Mittag und Abendessen hoch in Ehren gehalten. Die meisten Kantinen bieten dreigängige Menüs zum Mittag an, Käse, Brot und Café inklusive. Zum Abend stehen in französischen Haushalten oft auch drei Gänge auf der Tagesordnung. Da das „dinner“ quasi heilig ist wird auch großen Wert darauf gelegt, gemeinsam am Tisch zu sitzen und sich über alles Mögliche zu unterhalten.

8. Öffnungszeiten

Worüber sich deutsche Touristen häufig aufregen sind die Öffnungszeiten der französischen Geschäfte. Da will man mal schnell zum Bäcker und muss schon wieder vor der geschlossenen Türe halt machen. Wer sich ein wenig schlau macht, erfährt schnell, dass der Großteil der kleinen Geschäfte von c.a. 12.00-13.30 Uhr Pause macht. Wer sich also nicht umsonst auf den Weg machen möchte, sollte sich dieses Zeitfenster merken. Supermärkte oder Ketten sind in der Regel trotzdem geöffnet.

9. Supermärkte

Frankreich ist zu Recht stolz auf seine Lebensmittelproduktion. Und das spiegelt sich in den französischen Supermärkten wieder, in denen ich mich schön des Öfteren verlaufen habe. Zu jeder Ware gibt es eine riesen Auswahl an Produkten. Beispielsweise darf man in sehr großen (und alle sind eigentlich groß) Märkten Regale mit 12 verschiedenen Buttermarken bewundern. Es geht von salziger über sehr salzige Butter hin zur Naturbutter, wobei jedes Mal noch eine fett reduzierte oder Bio-Variante angeboten wird. Blind zugreifend versucht der Tourist dem Butterdjungle zu entfliehen, um im nächsten Moment in die Fänge der Käseabteilung zu geraten. Allerdings kann man so Produkte finden, die man in deutschen Supermärkten stark vermisst.

10. Bier

Der Franzose wird gemeinhin als Weintrinker beschrieben. Was weniger bekannt ist, ist, dass vor allem die jungen Leute sehr gern Bier trinken. Auf jeder Party, auf der ich war, wurde es mit Freuden konsumiert. Allerdings kommt für Franzosen das beste Bier aus Belgien. Belgien wird noch vor Deutschland mit dem Getränk assoziiert. Darum werden überall neben ein paar niederländischen oder deutschen Marken fast ausschließlich belgische Biere angeboten. Interessant ist auch, dass das flüssige Gold in 0,25 Liter kleinen Flaschen verkauft wird und deshalb gerne auch in 30er Packungen erwerbbar ist.

 

 

 

 

Sprache lernen – 3 elementare Aspekte für optimalen Lernerfolg

Es gibt einige Grundaspekte, die du beherzigen solltest, wenn du eine Sprache lernen möchtest. Diese sind von elementarer Wichtigkeit für deinen Lernerfolg.

1. Du brauchst kein Talent

Die meisten Leute denken, dass man, um eine Sprache lernen zu können, ein angeborenes Talent haben muss. Wird man als Normalo geboren, hat man einen langen, beschwerlichen Weg vor sich und wird nie wirklich ankommen. Das ist natürlich absoluter Schwachsinn. Wir haben es, ja auch alle geschafft, die eigene Muttersprache zu lernen (zumindest die Meisten 🙂 ).

Daraus folgt, dass dein Sprachniveau, zum größten Teil von der Zeit abhängt, mit der du dich mit der Sprache beschäftigt hast. Natürlich kann ein Sprachtalent, dir helfen, schneller zu lernen, aber du wirst trotzdem viel Zeit investieren müssen.

Allerdings kommt es auch darauf an, wie du deine Zeit nutzt. Häufig bleibt nach vielen Jahren Schulfranzösisch nicht viel hängen. Das liegt an zwei zentralen Punkten: 1. werden im Unterricht die falschen Methoden angewandt und 2. fehlt vor allem die Motivation. Und das mein Freund ist deine wichtigste Kraft beim Sprache lernen, was uns direkt zum nächsten Punkt führt.

2. MOTIVATION ist das A und O

Du kannst den besten Lehrer, das beste Sprachlernprogramm der Welt haben oder sogar im Ausland selbst leben und trotzdem nicht vorankommen, wenn du nicht zu 100% motiviert bist.  Andererseits wirst du, wenn du voll dabei bist, einfach nur Spaß hast und genau weißt, warum du das machst, was du machst, in wenig Zeit und mit einfachen Mitteln Unglaubliches erreichen.

Deshalb: Überleg dir genau, warum du Französisch können willst. Weil du  dich gern mit deinen französischen Freunden oder der hübschen Kellnerin unterhalten können möchtest ? Weil du bessere Karrierechancen willst ? Weil du deine Liebsten beim nächsten Urlaub leiten willst ?

Was auch immer dein Antrieb ist: Finde ihn ! Und du wirst 10 mal schneller die Sprache lernen.

Wie du deine Motivation findest, zeig ich dir später in einem anderen Blog-Artikel.

3. Hab keine Angst vor Fehlern

Uns wird schon in jungen Jahren beigebracht, Fehler um jeden Preis zu vermeiden. Fehler seien schlecht und werden bestraft. Diese Denkweise ist nicht nur selbstzerstörerisch, sondern einfach auch sehr limitierend. Wie sollt du etwas schaffen, wenn du dich nicht traust es zu versuchen ?

Eigne dir liebe die folgende Einstellung an: Fehler sind deine Freunde.

Sie sind erstens unvermeidlich und zweitens extrem wichtig, um dich weiterzubringen. Sie zeigen dir genau, woran du noch zu arbeiten hast. Also lerne aus jedem Fehler und sei dankbar ihn gemacht zu haben, denn dann kannst du es beim nächsten Mal besser machen.

Eine weiter guten Nachricht: jedes Mal wenn du einen Fehler gemacht hast, bist du wieder ein Stück gewachsen und deinem Ziel einen Schritt näher gekommen. Schreib dir das hinter die Ohren!

Also: wenn du das nächste Mal Angst hast etwas zu sagen dann handle dagegen. Keiner wird dich dafür belächeln, dass du versuchst in einer dir fremden Sprache zu kommunizieren. Eher werden die Leute dir dafür Respekt zollen.

Beherzige diese 3 elementaren Aspekte und verbessere deinen Lernprozess um ein Vielfaches.

Also finde deine Motivation und leg los!

 

Französisch lernen mit YouTube – Die besten französischen YouTuber

Du willst Französisch lernen mit YouTube? Hier findest du die besten französischen YouTuber zum Thema Comedie, Gaming, Kochen und Dokus.

YouTube bietet dir eine super Möglichkeit dein Französisch zu verbessern, da du so Lernern mit spannender Unterhaltung kombinierst. Klingt super? Ist es auch.

Im Folgenden werde ich dir zeigen, wie du die Videos und Kanäle findest, die am besten zu dir passen. Dazu stelle ich dir die wichtigsten französischen YouTuber vor und verlinke ihre Kanäle sowie empfehlenswerte Videos.

Französische Comedie YouTuber 

Bei YouTube findest du eine Menge unterhaltsamer Comedievideos in französischer Sprache. Auch wenn du nicht viel verstehst, wirst du deinen Spaß haben. Bevor ich dir einige empfehlenswerte Kanäle aufliste, nenne ich dir noch ein paar Vorteile dieser Lernmethode:

  • es macht Spaß
  • du kommst in Kontakt mit der echten Alltagssprache
  • du lernst über die Kultur
  • du hörst Aussprache und Melodie der Sprache
  • du musst nur zugucken und entspannen
  • du kannst dir die Videos so oft ansehen, wie du willst

Folgende französische YouTuber lohnen sich echt gesehen zu werden:

NORMAN FAITS DES VIDEOS:

https://www.youtube.com/user/NormanFaitDesVideos

Norman dreht unterhaltsame Videos über verschieden Alltagssituationen. Seine Clips beginnen immer mit einer Anfangsthese, die er im nächsten Moment mit einem „faux!“  („Falsch!“) zurücknimmt und im Folgenden mit zahlreichen lustigen Sequenzen wiederlegt.

Besonders empfehle ich:

In diesem Video macht sich Norman über das Abendessen mit der Familie lustig, in dem er alle möglichen Unannehmlichkeiten herausstellt.

Hier spielt er einen Aktienspekulanten, der zeigen will, wie man ohne Arbeit im Handumdrehen ein Vermögen verdienen kann. Leider geht seine Strategie nach hinten los und er verliert immer mehr Geld bis er komplett pleite geht.

Andy

https://www.youtube.com/user/AndyRaconte

Andy spricht über alle möglichen Mädelsthemen und gibt Beauty-Tipps ohne auf eine gewisse Portion Ironie zu verzichten. Trotzdem sind viele ihrer Videos für beide Geschlechter sehr unterhaltsam. Wie z.B.:

Vivre avec des gens chiants (Mit nervigen Leuten zusammenleben) zeigt, wie sehr dir deine Mitbewohner auf den Wecker gehen können.

In „après une rupture“ beschreibt Andy zusammen mit anderen bekannten franz. YouTubern (z.B. „Jimmy fait le con“ links im Bild) wie ein frisch getrenntes Paar auf die Folgen des Auseinandergehens reagiert.

CYPRIEN

https://www.youtube.com/user/MonsieurDream

Der mit 8,7 Millionen Abonnenten wohl erfolgreichste französische YouTuber im Bereich Comedie nennt sich Cyprien. Er macht sich, ähnlich wie Norman (und die meisten YouTuber in dem Genre) über alle möglichen Themen und natürlich sich selbst lustig:

Cyprien erzählt über alle Dinge, die ihn besonders schnell auf die Palme bringen.

Cyprien wird in seine Schulzeit zurückteleportiert.

Außerdem interessant:

 

Französische Gaming-Kanäle

Wenn du dich fürs Zocken interessierst und dir gerne Let’s Plays anschaust, sind diese YouTube-Kanäle genau das Richtige für dich, um entspannt nebenbei französisch zu lernen:

Squeezie:

https://www.youtube.com/user/aMOODIEsqueezie

Der bekannteste französische YouTuber im Bereich Gaming nennt sich Squeezie und zeigt vor allem witzige Minispiele wie z.B: Happy Wheels:

 

Cyprien Gaming:

https://www.youtube.com/user/CyprienGaming

Sehr unterhaltsam ist auch der Kanal von Cyprien und Squeezie, auf dem die beiden alle möglichen Games zocken und einfach nur einen Mord’s Spaß haben.

 

Siphano:

https://www.youtube.com/user/Siphano13

Wenn du gerne Minecraft spielst, solltest du dir mal die Let’s Plays von Siphano ansehen:

Weitere Tipps:

Wenn du Let’s Plays oder Ähnliches zu einem bestimmten Games suchst, gib einfach Folgendes bei YouTube ein:

„Name des Games“ + français

Französische Dokus

Du schaust gerne Dokumentationen und willst gleichzeitig dein Französisch verbessern? YouTube bietet dir eine gute, kostenlose Möglichkeit dazu.

Wie finde ich eine für mich interessante Doku ?

Das einfachste Vorgehen ist folgendes:

  1. Überleg dir das Thema der Doku auf deutsch. Wie würdest du für deutsche Dokus suchen ?
  2. Übersetze dieses Wort mit irgendeinem Übersetzungsportal wie z.B. dict.leo.org
  3. Nun gib „documentaire“ + „dein Suchwort“ in der Suchleiste von YouTube ein.
  4. Wenn du nach Dokus mit Untertiteln suchst: + „soustritres français“ oder „soustitres allemands“ ein.

Empfehlenswerte Kanäle

Eine andere Möglichkeit ist es, einfach ein paar Doku-YouTube-Kanäle nach interessanten Videos durchzustöbern. Ich erspare dir die Suche und zeige dir gleich 3 empfehlenswerte Kanäle:

  1. imineo Documentaires
  2. Tistrya
  3. Documentaire Français

Tipps zum Lernen

Beachte diese Tipps, um den größten Lerneffekt zu erzielen und gleichzeitig Spaß zu haben:

  1. Wenn du etwas nicht verstehst, spul zurück und sieh es dir ein zweites Mal an.
  2. Bleib entspannt. Setze dir keine zu hohen Erwartungen. Selbst wenn du nur Bruchteile verstehst lernst du unterbewusst unglaublich viel.
  3. Teil dir die Doku ein, in dem du evt. nach allen 30 Minuten Pause machst, um konzentriert zu bleiben
  4. Du verstehst den Inhalt umso besser, je mehr du zuvor schon über das Thema weist. Es hilft also, sich Themen auszusuchen, die dich interessieren und dir schon bekannt sind.
  5. Sieh dir täglich 30 Minuten Dokumaterial an, wenn du das zeitlich schaffst und du wirst schon nach kurzer Zeit das gesprochene Französisch besser verstehen.

Viel Spaß !

 

Französische Kochvideos

Check mal diese Kanäle aus und lerne die französische Küche kennen. Hier erfährst du nicht nur wie man Crème brulée, Crêpes oder Beuf bourguignon zubereitet; du erweiterst auch enorm deinen Wortschatz im Themenbereich Kochen und Essen.

Bei folgenden Kanälen solltest du mal vorbeischauen:

750 grammes

https://www.youtube.com/user/750Grammes/featured

Einer der größten französischen Kochkanäle nennt sich „750 grammes“ und bietet professionelle Rezepte in hochqualitativer Videoform.

 

Hervé Cuisine

https://www.youtube.com/user/hervecuisine

Auch sehenswert ist der Kanal von Hervé Cuisine, der mit einfachen, abwechslungsreichen Rezepten und jede Menger guter Laune aufwartet.

 

Marmiton:

https://www.youtube.com/user/MarmitonOfficiel

Mit Motivation und viel Hingabe präsentiert Marmiton ihre Rezepte.

 

 

 

Fast Good Cuisine:

https://www.youtube.com/user/FastGoodCuisine

Mit Videos zu Fastfoodrezepten erreicht Fast Good Cuisine über eine Million Abonnenten. Bei seinen Rezeptvorschlägen richtet er sich ab und zu komplett nach seinen Zuschauern. Gern kocht er bekannte Produkte großer Ketten selbst nach.

 

Les Recettes Pompettes:

https://www.youtube.com/channel/UCc_zXXkAcczSjR3U6zHlc-Q

Nach dem Vorbild einer kanadischen Sendung werden bei Les Recettes Pompettes feinste Gerichte mit bekannten Persönlichkeiten gezaubert. Einziger Unterschied zu herkömmlichen Kochsendungen: Koch und Promi müssen gefühlt alle 5 Minuten Shots trinken, was den Prozess des Kochens auf unvorhersehbare Art und Weise beeinflusst.

 

Jetzt liegt es an dir loszulegen. Viel Erfolg!

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Du willst unkompliziert und schnell Vokabeln lernen, an die du dich noch lange erinnerst? Dann schau dir diesen Artikel von mir an!

 

 

Vokabeln lernen – super einfach mit diesen Methoden

Hier zeige ich dir ein paar super einfache Methoden zum Vokabeln lernen  – Methoden, die dich nicht viel Energie oder Disziplin kosten. Du hast Spaß beim Lernen und erinnerst dich garantiert an jedes Wort.

Hör auf mit dem stumpfen Auswendiglernen von Vokabellisten und fange an deine Kreativität zu nutzen. Du wirst ganz neue Erfahrungen sammeln und feststellen, wie gut du dir Dinge eigentlich merken kannst.

Das herkömmliche Auswendiglernen

Als ich früher für Vokabeltests lernen musste, tat ich es wie die meisten Leute. Ich nahm einen Abend vorher die Liste zur Hand und sah mir die Vokabeln an. Ich las sie mir innerlich vor und sah mir die Übersetzung an. Das wiederholte ich einige Male, bis ich mir das gröbste gerade so merken konnte. Dann ging ich ins Bett, denn es war schon zu spät, um produktiv zu sein :D.

Am nächsten Tag wusste ich gerade noch so viel, um eine befriedigende Note zu schreiben (ich hatte da irgendwie immer Glück). Am Tage darauf hatte ich schon wieder alles vergessen. Wie es mir dann in der Prüfung erging, kannst du dir vorstellen.

Ich sah das Wort und wusste sogar noch, wo es in der Liste stand. Allerdings brachte mir das herzlich wenig, da ich keinen blassen Schimmer hatte, was es bedeutete.

Und genau dort liegt das Problem bei dieser „Technik“. Man vergisst sehr schnell und hat keinen Anhaltspunkt mehr, der einem noch weiterhilft, um welche Vokabel es sich handelt.

Die 3 Wege eine Vokabel zu verinnerlichen

In meinem Auslandsjahr habe ich diese 3 Punkte immer wieder bewusst oder unbewusst angewendet, um meinen Wortschatz zu erweitern. An einige Vokabeln werde ich mich immer zurückerinnern, weil sie sich fest in meinem Kopf eingebrannt haben.

Und zwar habe ich für mich festgestellt, dass ich mir eine Vokabel am Besten merke, wenn ich einen der folgenden 3 Punkte mit dieser verbinde:

  • emotionale Bindung
  • assoziiertes Bild
  • sehr häufige Wiederholung/ Nutzung

1. emotionale Bindung

Wenn du eine emotionale Bindung an ein Wort aufgebaut hast, wirst du es so schnell nicht mehr vergessen. Ich erinnere mich dann immer an die Situation, in der ich die jeweilige Vokabel gelernt habe. Ich weiß noch wer dabei war, wo es war und wie ich mich dabei fühlte.

Beispiel: Eines Tages saß ich mit meinem französischen Mitbewohner im Auto. Wir fuhren über eine Landstraße und ich sah ein Achtung-Wildwechsel-Schild (oder so ähnlich). Daraufhin unterhielten wir uns über Gefahren durch Tiere auf der Fahrbahn und ich lernte, dass Wildschwein auf französisch „le sanglier“ und der Hirsch „le cerf“ heißt. Vorher kannte ich diese Wörter nicht, doch wenn ich sie jetzt höre oder verwende denke ich automatisch immer wieder an dieses Ereignis zurück. Ich kann gar nicht anders. Es passiert einfach.

Diese Form des Einprägens ist sehr stark, wenn nicht sogar die stärkste, denn man behält die Information am längsten. Allerdings ist es schwierig eine emotionale Bindung künstlich herbeizuführen, wenn man gerade zu hause sitzt.

2. assoziiertes Bild

Was meine ich damit ? Ich meine damit Wörter, bei denen einem automatisch ein Bild in den Kopf schießt. Und zwar immer das gleiche.

Wir Menschen denken nun mal in Bildern; egal ob wir nun eher der auditive Lerntyp sind oder Ähnliches. Wir denken trotzdem in Bildern. Wenn ich dir sage: „Denke jetzt nicht an eine lila Giraffe.“ Wirst du es trotzdem tun, weil du nicht anders kannst.

Dieses Phänomen können wir uns aber zu Nutzen machen und ein Wort, wenn wir es lernen direkt an ein Bild zu knüpfen. Mehr dazu zeig ich dir weiter unten in den einzelnen Methoden.

Wenn man so will, hat man zu jeder Vokabel, an die man emotional gebunden ist auch ein Bild, jedoch kann man sich auch künstlich Bilder zu neuen Vokabeln einprägen.

3. sehr häufige Wiederholung/ Nutzung

Dieser Punkt ist leicht zu verstehen. Je häufiger man ein Wort gebraucht, desto schneller lernt man dieses und desto länger wird man es auch behalten.

Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen kurzer Häufiger Wiederholung und regelmäßiger Wiederholung. Du kannst dir eine Vokabel heute 20x angucken. Du kannst sie aber auch an 20 Tagen jeden Tag nur ein mal wiederholen. Im letzteren Fall wirst du die Vokabel wesentlich länger behalten.

Da ich in Frankreich regelmäßig Fußball gespielt habe, habe ich einen gut ausgebildeten Wortschatz zu diesem Thema.

Zusammenfassend stellen wir also fest, dass wir am besten die Vokabeln behalten, zu denen wir entweder eine emotionale Bindung haben, mit denen wir ein bestimmtes Bild verknüpfen oder die wir regelmäßig benutzen.

Versuchen wir nun, diese Erkenntnisse in praktische Methoden umzuwandeln.

Die Klebezettel-Methode

Ich habe gehört, dass die syrischen Flüchtlinge diese Technik anwenden, um Deutsch zu lernen. Sie ist so einfach wie genial. Es erfordert zwar ein wenig Vorbereitung aber funktioniert später automatisch und unterbewusst. Eine wirklich clevere Methode zum Vokabeln lernen.

Und zwar brauchst du nichts weiter als einen Stapel Klebezettel und einen Stift. Nun klebst du einen Zettel auf deinen Computer, deinen Schreibtischstuhl, deinen Lichtschalter, dein Bett, deine Wand, dein Fenster, deine Tür, deinen Fernseher, kurz, auf alle Gegenstände, die du in deinem Alltag benutzt oder oft siehst. Darauf schreibst du dann das französische Wort.

Jedes Mal wenn du nun an deinen Rechner gehst, siehst du das Wort „ordinateur“, jedes Mal, wenn du das Fenster öffnest, schaut dich das nette Wort „fenêtre“ an und jedes Mal, wenn du den Raum verlässt sagt dir die gute „porte“ auf Wiedersehen.

Eine super einfache Methode, mit der du praktisch unterbewusst deine Vokabeln lernen wirst. Und dadurch, dass du sie jeden Tag wiederholst bleiben sie auch hängen. Außerdem brauchst du nur sehr geringen Aufwand.

Einziger Nachteil: Es wird schwierig Abstrakte Begriffe wie Urlaub oder Beziehung durch Klebezettel zu lernen. Genauso wird es bei allen Wörtern, die keine Substantive sind.

Eselsbrücken

Mit dieser Methode hingegen kannst du alle Wörter lernen. Am Anfang meines Frankreichjahres kaufte ich mir einen Wortschatz und lernte eine Seite Vokabeln jeden Tag auswendig. Nach zwei Wochen stieß ich bei YouTube auf ein Video von der Gedächtnisweltmeisterin Christiane Stenger, in dem sie ihre Lerntechniken verrät. Das sollte mein Lernen von Grund auf verändern. Ich war einfach nur beeindruckt, wie stark die Kraft von Bildern ist und wie einfach man Vokabeln mit jenen verknüpfen kann.

Eine dieser Methoden möchte ich hier kurz vorstellen. Es ist diese eine, die ich selbst ein Jahr lang erfolgreich benutzt habe und um ihren Wert weiß.

Also nimm dir zuerst ein französisches Wort aus deiner Vokabelliste. Als Beispiel nehme ich mal das Wort „ravitaillement“, weil es ein recht kompliziertes Wort ist, welches man sich normalerweise schlecht merken kann. Es bedeutet so viel wie Versorgung (militärische Versorgung der Soldaten).

Nun schaust du dir das Wort an und versuchst ein dir Bekanntes Wort damit zu assoziieren. Ich muss irgendwie an Ravioli denken. Das klingt zwar lächerlich und abwegig, hilft aber ungemein. Jetzt stelle ich mir vor, wie die Soldaten im Krieg Ravioli essen und schon habe ich eine Brücke zwischen dem deutschen und dem französischen Wort geschaffen.

Dieses Bild stelle ich mir noch ein paar Mal im Kopf vor und gehe dann zur nächsten Vokabel. Selbst wenn ich später mal vergessen sollte, was „ravitaillement“ bedeutet, kann ich nach ein wenig grübeln an Hand der Anfangsbuchstaben wieder zur Ravioliversorgung zurückdenken. Das heißt, ich habe einen Anhaltspunkt im Wort enthalten, der mir helfen kann mich zu erinnern.

Anderes Beispiel: „ciboulette“ (Schnittlauch)

Wie fällt dir als erstes ein, wenn du dieses Wort hörst ? Mir kommt direkt das Wort Boulette (= Frikadelle, Fleischpflanzerl oder wie auch immer man in anderen Teilen Deutschlands sagt) in den Sinn. Ich stelle mir also eine Boulette in einem Schnittlauchbett vor oder eine Boulette aus Schnittlauch oder was mir sonst noch so einfällt. Je abgefahrener, desto besser kannst du dir es merken.

Hier noch mal das Video von Christiane Stenger:

Fazit

Mit diesen beiden Methoden bist du bestens vorbereitet, große Mengen Vokabeln in kurzer Zeit zu lernen. Wende sie an und du sparst dir Zeit und Mühe, die du für andere Dinge nutzen kannst. Lernen soll Spaß machen, nur leider erklärt einem in der Schule niemand, wie man das am Besten angeht.