Archiv für den Monat: April 2017

Motivation finden – Lernen mit vollem Elan

Du willst schnell und erfolgreich französisch lernen ? Mit diesen praktischen Tipps wirst du deine Motivation finden, um ordentlich durchzustarten.

Das Warum ist elementar wichtig

Warum willst du Französisch lernen? Was willst du damit machen? Wo willst du hin?

Das alles sind Fragen, die deinen Lernerfolg massiv mitbestimmen.

Wenn du nicht weist warum du eine Sprache lernen willst, wirst du nie wirklich groß etwas dafür tun und sie nie wirklich ganz lernen. Wenn du hingegen einen Grund hast, hast du einen inneren Antrieb, der dich 10 mal schneller zum Ziel bringt.

Deine Motivation bestimmt die Zeit, die du brauchst um die Sprache zu lernen sowie den Grad der Tiefe wie auch die Art und Weise des Lernens. Mit einem starken inneren Drang wirst du mehr Spaß haben als wenn du dich dazu zwingen musst.
Folglich musst du unbedingt deine Motivation finden!

Motivation finden

Doch wo fängt man da an? Versuche dich zu entspannen und nicht zu stark in irgendwelchen Kategorien zu denken. Erinnere dich an den Moment, an dem du dich entschieden hast Französisch lernen zu wollen. Irgendwann hast du das wahrscheinlich, sonst wärst du nicht hier.

Stelle dir vor, welche Möglichkeiten sich dir eröffnen, wenn du perfekt französisch könntest. Was würdest du dann tun?

Nimm dir einen Stift und ein Blatt und schreibe einfach auf, was dir in den Kopf kommt. Lass deine Hand einfach alles aufschreiben. Mach das eine halbe Stunde lange und fasse deine Hauptgedanken später zusammen.

Unterschätze diese Übung nicht, denn sie ist wirklich hilfreich, da du durch das Aufschreiben an Informationen aus deinem Unterbewusstsein herankommst, auf die du durch einfaches Nachdenken nicht kommen würdest.

Meine Motivation

Vielleicht kann ich dich ja anhand meines Beispiels inspirieren, deine Motivation zu finden. Ich habe mich in der 7. Klasse dafür entschieden Französisch als 2. Fremdsprache zu wählen, weil ich oft in Frankreich im Urlaub war mit meinen Eltern und ich dadurch schon ein paar Wörter kannte. Außerdem faszinierte mich schon immer der elegante, stilvolle, weiche Klang der Sprache.

Ich gebe zu damals machte ich mir noch keine großen Gedanken, was ich später mal damit anfangen würde.  In der Oberstufe wählte ich Französisch als Leistungskurs und entschied mich nach dem Abitur, für einen 10monatigen Freiwilligendienst in Frankreich.

Das war wohl die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Ich lernte Französisch immer besser kennen und interessierte mich immer mehr für Umgangssprache, Redewendungen und richtige Aussprache. Ich wollte immer besser werden und mein Ziel war es irgendwann so gut zu sprechen, dass ich als gebürtiger Franzose durchgehe.

Jeden Tag lernte ich 30 Vokabeln und fragte alle möglichen Leute nach Grammatik, Intonation, Vokabeln oder Aussprache.
Da ich mit 3 Franzosen in einer WG wohnte war ich voll in der Sprache drin, ich sprach so gut wie nie deutsch und englisch noch weniger.

Motiviert hat mich auch der Gedanke daran, die Leute zu beeindrucken und zum Lachen zu bringen durch die vielen Worte und Ausdrücke die ich drauf habe. Ich will den Leuten zeigen, dass ich ihre Sprache sau gut beherrsche und mich sehr dafür interessiere. Des weiteren reizt es mich einfach Bücher in anderen Sprachen lesen zu können, denn es eröffnet mir einen viel größeren Wissensbereich, den ich mir aneignen kann. Französische Literatur möchte ich im Original lesen und nicht übersetzt.

So, jetzt habe ich dir meine Motivation beschrieben. Das heißt nicht, dass du genauso hohe Ziele haben musst. Jeder hat andere Beweggründe. Vielleicht willst du einfach nur eine gute Note in der nächsten Klausur schreiben oder einen Lehrer/Dozenten beeindrucken. Oder du willst dich auf deinen nächsten Urlaub vorbereiten und dich dafür gut vorbereiten. Hast du vor im Ausland zu arbeiten oder willst du einfach im Urlaub ein paar Bräute abschleppen? Alles kann ein Beweggrund sein, wenn es dich antreibt und ordentlich in Aktion bringt.

Wende diese Tipps an und du wirst deine Motivation finden und richtig loslegen.

Französisch lernen in Frankreich – 5 kostenlose Tipps für maximalen Lernerfolg

Französisch lernen in Frankreich – die beste Weg französisch zu lernen

In diesem Artikel gebe ich dir wichtige Tipps für deinen Auslandsaufenthalt. Wende sie an und du wirst den optimalen Lernerfolg erzielen. Nur wenige Leute nutzen wirklich das Potenzial, dass in einem längeren Aufenthalt im Land der Zielsprache steckt und setzen alle Hebel in Bewegung, um maximal viel zu lernen. Sei einer von ihnen, indem du diese fundamentalen Grundaspekte verinnerlichst.

Ob Urlaub, Austauschprogramm, Studium, Gapyear oder Praktikum – profitiere von den einmaligen Möglichkeiten, die dir ein Auslandsaufenthalt bietet. Nirgendwo sonst kannst du so unfassbar viel über Kultur, Lebensweisen und vor allem die Sprache lernen wie im Land selbst. Mach die Augen auf und nutze jede Gelegenheit etwas zu lernen, sauge die Sprache förmlich auf!

Das gilt für Französisch wie für jede andere Sprache.

1. Umgebe dich mit Muttersprachlern!

Verbringe so viel Zeit wie möglich mit ihnen. Das ist wirklich essenziell. Wenn du noch niemanden kennst, lerne welche kennen. Es ist von unschätzbarem Wert, denn sie sind die besten Lehrer, die du dir vorstellen kannst. Sie beherrschen die Sprache perfekt, wodurch du dir ganz einfach Redensarten, Aussprache, Melodie und Intonation abgucken kannst.

Sie freuen sich immer, wenn du versuchst mit ihnen auf Französisch zu reden. Hab bloß keine Angst vor Fehlern beim Sprechen. Außerdem bist du dadurch gezwungen, spontan zu reden, zu reagieren und französisch zu denken.

Viele Leute machen den Fehler, dass sie sich nur mit Landsmännern oder auf englisch unterhalten, weil es einfach einfacher ist. Mache diesen Fehler nicht und umgebe dich bewusst mit Muttersprachlern.

Geh lieber in eine Gastfamilie oder such dir eine französische WG anstatt mit Deutschen oder Amerikanern zusammenzuziehen oder sich in einem internationalen Wohnheim einzuquartieren. Halte small talk mit dem Taxifahrer. Such dir einen Sportverein, oder mach einen Tanzkurs. Lass dir von der Mitarbeiterin im Supermarkt etwas empfehlen. Frage den Kellner im Restaurant nach typischen Gerichten. Flirte mit der Barfrau oder was auch immer, nur rede unbedingt so viel wie möglich mit Muttersprachlern. Nochmal: Rede so viel wie möglich mit Muttersprachlern! Das kannst du nur, wenn du dort bist.

Ich hatte zur Zeit meines Freiwilligendienstes in Frankreich das Glück in einer WG mit französischen Mitbewohnern wohnen zu können. Dies war wohl der größte Faktor für meinen Lernerfolg. Dadurch war ich nämlich gezwungen, rund um die Uhr, von früh bis spät auf französisch zu kommunizieren. Wenn ich ein Problem hatte, schilderte ich es auf französisch. Wenn ich etwas erzählte, auf Französisch. Ich habe während dieses Jahres kaum eine andere Sprache gesprochen. Mein Kopf hatte keine Wahl. Er musste anfangen auf französisch zu denken.

Gespräche mit Muttersprachlern sind auch deshalb so wichtig, weil man dadurch einen sehr tiefen Einblick in die französische Kultur, Lebensweise, in Einstellungen, Werte und Gewohnheiten etc. bekommt.

2. Sei aufmerksam und beobachte!

Richte deinen Fokus auf alles in deiner Umwelt, dass mit Französisch zu tun hat. Schau dir jedes verdammte Werbeplakat an und lies es dir durch. Kauf dir eine Zeitung. Achte auf die Bahnhofsansagen, geh ins Kino, schalte den Fernseher ein und gucke dir französische Filme, Dokus oder Nachrichten an. Mach das Radio an und achte auf die französische Musik.

Höre den Menschen in der Metro beim Sprechen zu. Lies dir den Werbeflyer durch, den dir der Typ auf der Straße in die Hand gedrückt hat. Studiere die Speisekarte im Restaurant und, und, und…

Sei einfach aufmerksam und sauge alles wie ein Schwamm auf. Lass dich nicht entmutigen, wenn du nichts davon verstehst. Du lernst sehr viel unterbewusst über Aussprache, Schreibweise von Wörtern, Tonfall der Leute und so weiter.

Auch wenn du das Gefühl hast nichts zu kapieren, lernst du schon unheimlich viel. Sei dir dessen bewusst und du wirst Tag für Tag mehr verstehen.

Wenn du dir die Muttersprachler zu dir nach hause holen willst, schau dir ein paar unterhaltsame Videos auf YouTube an und gewöhne dich schon mal an die französische Sprechweise. Ich habe hier alle guten französischen YouTube-Kanäle für dich zusammengesucht und gegliedert.

3. Lerne Vokabeln!

Versuche, so viele neue Wörter wie möglich aufzuschreiben und zu übersetzen. Kauf dir einfach ein kleines handliches Notizbuch und trage, dort alles ein, was du gerade aufschreiben kannst.

Durch neue Vokabeln kommst du am schnellsten zum besseren Verständnis der Sprache und das gibt dir eine Menge Selbstvertrauen. Stelle Grammatik und Rechtschreibung fürs erste hinten an und konzentriere dich auf die neuen Wörter. Sie sind deine Wegweiser, ohne die du nur blind umherirrst. Lerne diese neuen Wörter und du wirst sie auf ein mal überall wiederfinden und dir denken: cool das verstehe ich, das habe ich gerade erst gelernt.

Es erweitert außerdem deine Möglichkeiten dich auszudrücken um ein Vielfaches. Ich habe mir dadurch einen Wortschatz (ein Buch) gekauft und habe jeden Tag eine Seite (c.a. 30 Vokabeln) daraus gelernt.

Dafür wendete ich eine bestimmte Methode an, um diese Wörter schnell zu lernen und trotzdem zu behalten.

Schon bald tauchten diese Vokabeln in Gesprächen auf oder ich las sie irgendwo und sie festigten sich endgültig in meinem Gedächtnis.

Der Vorteil im Ausland ist auch, dass du schnell lernen wirst, welche Vokabeln wann und wie oft und in welchem Sprachstil verwendet werden. Dein Sprachgefühl wird stark trainiert.

4. Stelle viele Fragen!

Du bist schon mal hier, also nutze die Chance und frage alle möglichen Leute Dinge über bestimmte Wörter, Redewendungen, Schreibweisen oder Aussprache. Sie werden dir alle auf die meisten Fragen antworten können.

Frage auch nach Kultur, Rezepten etc.. Lass dir gute Filme, Lieder, Künstler, Bücher, Orte oder Veranstaltungen empfehlen. Diese Möglichkeiten hast du nun mal nur, wenn du im Land selbst bist. Nirgends anders kommst du so einfach, schnell und gratis an so viel Wissen heran. Die Franzosen werden dein Interesse zu schätzen wissen und dir mit Freude etwas über ihr Land erzählen.

5. Geh auf Reisen!

Durchs Reisen kriegst du einen Überblick über das Land. Du lernst neue Leute kennen und erfährst Interessantes über die kulturellen Eigenheiten und Unterschiede, die Frankreichs Regionen zu bieten haben. Außerdem wirst du merken, dass auch das Französisch von Ort zu Ort variiert. Du lernst die unterschiedlichen Dialekte kennen, was mich immer auch sehr interessiert hat.

Hinzu kommt, dass du mit der Zeit alle relevanten Wörter aus dem Bereich Reisen und Transportmittel beherrschen wirst und außerdem macht es auch einfach mal verdammt Spaß.

Alles auf einen Blick

Wenn du also den optimalen Lernerfolg aus deinem Aufenthalt in Frankreich erzielen willst, befolge diese 5 Punkte. Du wirst nichts bereuen, wenn du das alles umgesetzt hast. Also hier noch mal zum Hinterdieohrenschreiben:

  • Umgebe dich mit Muttersprachlern!
  • Sei aufmerksam und beobachte!
  • Lern Vokabeln!
  • Stelle viele Fragen!
  • Geh auf Reisen!

Wenn du noch keinen Auslandsaufenthalt absolviert hast, plane einen. Es ist mit großem Abstand der beste Weg deine Zielsprache zu lernen.

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